Vorstellung Stiftung Weg der Hoffnung
Am 21. September fand die Mitgliederversammlung des Nord-Süd-Forums Aschaffenburg statt. In jeder Versammlung soll sich eine Gruppe vorstellen: In dieser war es die Stiftung Weg der Hoffnung!
Johannes Mauderer, Vertreter der Stiftung, stellt die Projekte in Kolumbien vor. Es gibt zwei Kitas in Armenvierteln – Die Kindertagesstätte Sagrada Familia und San José - darunter sind 100 Kinder mit Behinderung in Inklusion. Außerdem gibt es das Schulprojekt „Schule für alle“, in dem insbesondere Halbwaise oder Vollwaise ohne eine Chance auf Bildung bleiben. Dies hat den Grund, dass die Angehörigen kaum die finanziellen Mittel zur Versorgung mit Nahrungsmitteln oder einer anständigen Unterkunft. So ist es für viele unmöglich die Schuluniform oder Schulgebühren zu bezahlen. Aktuell werden mit diesem Projekt 700 Kindern und Jugendlichen der Schulbesuch ermöglicht. Ein weiteres Projekt ist die Frauen- und Familienförderung. Hierbei fördert der Weg der Hoffnung die oftmals alleinerziehenden Frauen mit Mikrokrediten, Beratungen und Schulungen. Die Starthilfe benötigen die Frauen für bereits vorhandene Begabungen als Anstoß zum Eröffnen für kleine Läden, Imbissbuden, Verkaufsstände und ähnlichem. Das Seniorenprojekt dient den in Armut, Hunger und Krankheit alleinlebenden Senioren gesunde Lebensmittel anzubauen und Hühner zu züchten. Auch fördert der Weg der Hoffnung Menschen mit Behinderung, dabei werden Kinder in Tagesstätten schützend betreut, wohingegen Jugendliche in Werkstätten integriert werden. Sie erhalten dort eine Beschäftigung, Ausbildung und Förderung. Das letzte Projekt ist die Nahrungsmittelbank, die an die deutsche Tafel angelehnt wurde. Die ärmsten Familien erhalten Nahrungsmittel für je drei Tage. Die Familien werden in den Armenvierteln nach Bedürftigkeit ausgewählt und Waren werden nur mit einem Berechtigungsausweis ausgegeben. Nach dem Vorstellen dieser Projekte kamen wir ins Gespräch mit den Gästen aus Kolumbien – Marysol García und Fernando Alferez Parrado. Marysol ist die Leiterin der Partnerstiftung Camino de la Esperenza, Fernando – ihr Ehemann – ist ein Mitarbeiter dieser Partnerstiftung. Johannes Mauder berichtete von dem Hungermarsch im Raum Speyer, der seit vielen Jahren stattfindet. Schüler sammeln in Form eines Hungermarschs Gelder, um die Einrichtung und Ausstattung einer Ausbildungswerkstatt für junge Menschen mit Behinderung in Kolumbien zu finanzieren und so eine Lebensperspektive erhalten. Dies eine sehr gute Aktion, die wir auch in Aschaffenburg einführen sollten.